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Ratgeber · Energie

Stromanbieter finden: So nutzen Sie den Stromvergleich richtig

Wer einen passenden Stromanbieter finden will, sollte mehr als den Preis im ersten Jahr ansehen: Arbeitspreis, Grundpreis und Preisgarantie unterscheiden sich deutlich. Dieser Ratgeber zeigt in fünf Schritten, wie Sie den passenden Tarif finden und ohne Risiko wechseln.

In diesem Artikel
  1. In 5 Schritten zum Tarif
  2. Kosten verstehen
  3. Gute und schlechte Zeichen
  4. Checkliste
  5. Häufige Fragen

Stromanbieter finden in fünf Schritten

  • Verbrauch und Postleitzahl eingeben: im Stromvergleich; den Jahresverbrauch in kWh finden Sie auf der letzten Abrechnung.
  • Filter setzen: ohne Bonus rechnen, Preisgarantie mindestens 12 Monate, Laufzeit höchstens 12 Monate.
  • Tarife bewerten: Gesamtpreis, Arbeitspreis, Grundpreis und aktuelle Bewertungen ansehen.
  • Wechsel starten: online beauftragen; der neue Anbieter kann beim alten für Sie kündigen. Achten Sie auf die Kündigungsfrist Ihres bisherigen Vertrags.
  • Zählerstand melden: am Wechseltag übermitteln, falls kein digitaler Zähler das übernimmt. Die Versorgung läuft ohne Unterbrechung weiter.

Die Kosten verstehen

  • Arbeitspreis (Cent je kWh): bestimmt die laufenden Kosten.
  • Grundpreis (Euro je Monat): fester Anteil, bei geringem Verbrauch besonders wichtig.
  • Netzentgelte, Umlagen und Steuern: je nach Region verschieden, im Endpreis enthalten.

Gute und schlechte Zeichen bei Tarifen

Vorteile

  • Preisgarantie von mindestens 12 Monaten
  • Monatliche Zahlung, keine Vorkasse oder Kaution
  • Viele aktuelle, gute Bewertungen

Nachteile

  • Günstig nur dank Bonus im ersten Jahr
  • Lange Bindung ohne Preisgarantie
  • Viele neue Negativbewertungen

Checkliste zum Abhaken

  • Bonus im Vergleich ausblenden
  • Preisgarantie mindestens 12 Monate
  • Laufzeit höchstens 12 Monate, kurze Kündigungsfrist
  • Monatliche Zahlung, keine Vorkasse oder Kaution
  • Weiterempfehlung mindestens 80 %
  • Bei Ökostrom auf anerkannte Siegel achten, etwa ok-power oder Grüner Strom

Häufige Fragen zum Stromvergleich

Fällt beim Wechsel der Strom aus?

Nein. Ist Ihr Verbrauch einmal keinem Liefervertrag zugeordnet, beliefert Sie der örtliche Grundversorger automatisch weiter, in der sogenannten Ersatzversorgung für höchstens drei Monate.

Wie lange dauert der Wechsel und was kostet er?

Der Wechsel selbst ist für Sie kostenlos. Seit dem 1. Januar 2026 muss der technische Wechsel des Lieferanten innerhalb von 24 Stunden an jedem Werktag möglich sein. Wann der neue Vertrag beginnt, hängt außerdem von der Kündigungsfrist Ihres bisherigen Vertrags ab.

Wie oft sollte ich vergleichen?

Mindestens einmal im Jahr und immer dann, wenn Ihr Anbieter die Preise erhöht. Eine Preiserhöhung muss Ihr Anbieter mindestens einen Monat vorher ankündigen. Sie können dann ohne Frist zum Zeitpunkt der Erhöhung kündigen. Aus der Grundversorgung kommen Sie jederzeit mit zwei Wochen Frist heraus.

Ist Ökostrom teurer?

Nicht zwingend. Mit guter Preisgarantie und fairen Bedingungen ist Ökostrom häufig konkurrenzfähig.

Fazit

Wer ohne Bonus vergleicht, auf Preisgarantie und Bewertungen achtet und jährlich prüft, zahlt selten zu viel. Der Wechsel selbst ist in wenigen Minuten erledigt und ohne Risiko für die Versorgung.

S. Gorbatsch

Schreibt seit 2023 bei IhreZinsen.de über Sparen, Konten und Kredite. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

Quellen

  1. Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), § 20a (Lieferantenwechsel) und § 41 Abs. 5 (Kündigung bei Preisänderung)
  2. Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), §§ 36 und 38 (Grund- und Ersatzversorgung)
  3. Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV), § 20 (Kündigung der Grundversorgung)

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